Sturmflut an der Nordsee
Seit jeher übt eine Sturmflut besonderen Einfluss auf das Land an der Nordsee und die Küstenbewohner aus. Auch Land und Leute in und um Dangast wurden über die Jahre hinweg durch Sturmfluten geprägt. "Der Blanke Hans",wie hierzulande die Nordsee bei Sturmflut auch genannt wird, gehört einerseits zwar zum Leben an der Küste dazu, jedoch ist die Gewalt einer Sturmflut und dementsprechend die Gefahr, die sie in sich birgt, nicht zu unterschätzen.
Man spricht von einer Sturmflut, wenn der Tidenhöchststand das mittlere Tidenhochwasser um 1,50 Meter oder mehr übersteigt. Ab 2,50 Meter wird von einer schweren Sturmflut, und ab 3,50 Meter wird von einer sehr schweren Sturmflut gesprochen.
Sturmfluten üben auf viele Menschen eine besondere Faszination aus. So mancher Urlauber besucht Dangast lieber im Herbst oder im Frühling, da zum Einen die rauhe Witterung seinen Reiz hat und zum anderen Sturmfluten vermehrt im Frühjahr oder im Herbst auftreten.
Die Nordseeküste zählt übrigens aufgrund ihrer geographischen Besonderheiten zu einem besonders gefährdeten Gebiet bei Sturmfluten. Dementsprechend ist der Deichbau für uns Küstenbewohner von besonderer Priorität.
Wagt man sich bei einer Sturmflut an den Deich, kann man neben dem "Blanken Hans" auch viele Sturmflut-Touristen entdecken. Nicht nur die Einheimischen informieren sich vor Ort über den Stand des Sturmflut-Hochwassers, auch viele Nordsee-Urlauber lassen sich den Wind und die Gischt um die Nase wehen.